4. Oktober 2022

Alle Jahre wieder

Ein neues Ladenschlußgesetz in Sachsen erregt die Gemüter. Es geht um die Öffnungszeiten generell und speziell auch an Feiertagen.

Holger Zastrow und weite Kreise der kapitalhörigen FDP beschweren sich, das sich die evangelische Kirche in Sachsen in die Politik einmischt. Sie hat etwas gegen Ladenöffnungszeiten am Sonntag. Damit würde sie sich sogar an die Seite linker Gruppen stellen. Das wäre noch schlimmer. Ein Skandal wäre das. Von der katholischen Kirche sähe man das doch auch nicht.
Lieber Holger Zastrow, liebe FDP und liebe Diener des Mammons, zu Deutsch des Kapitals: Ist ihnen schon mal aufgefallen, daß der Sonntag in der Kirche der Tag des Herrn ist? Ein Feiertag. Und was macht man an einem Feiertag. Richtig, man feiert. Und wenn man feiert arbeitet man nicht. Die evangelische Kirche stellt sich nicht an die Seite irgendwelcher Gruppen, sie vertritt nur ihre eignen Gebote. “Du sollst den Feiertag heiligen” und nicht durch Arbeit entweihen. Dazu haben wir 6 andere Tage. Wenn andere politische Gruppen ebenfalls diese Erkenntnis besitzen ist das nur zu begrüßen.
Und sie stellt sich mit ihrer Forderung nach dem Schutz des Feiertages an die Seite der “geringsten Brüder”, derjenigen, welche für ihren Broterwerb arbeiten müssen und dazu auch die Möglichkeit der Erhohlung brauchen. Wenn sie sich dazu in die Politik einmischt, so geschieht es im Sinne der biblischen Forderung an die Christen, “der Stadt Bestes zu suchen”. Da nahezu quer durch die gesammte bürgerliche Politik einschließlich einer ihrem Namen nicht mehr gerecht werdenden CDU nur noch der Renditezwang sowie die Rettung systemrelevater Banken als alleiniges Politikziel zu sehen ist, aber nicht mehr das Wohl der Menschen, ist es die Pflicht der Kirche sich einzumischen.
Eine Kirche, welche schweigend die stetigen Versuche des Mammons die Weltherrschaft zu übernehmen hin nimmt, hätte ihre Existensberechtigung verloren. Wenn es Herrn Zastrow darum geht, das sich die Kirche nicht mehr politisch betätigt, dann sollte er umkehren und eine andere Politik betreiben. Eine Politik zum Wohle der Bürger. Doch dazu müßten unsere Politiker aber erst einmal erkennen, wie das System, welchem sie dienen eigentlich funktioniert. Wir von der HUMANwirtschaft sind gern bereit ihnen zu dieser Erkenntnis zu verhelfen.
HH

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