2. Oktober 2022

Kinderarmut in Deutschland – Eine Bilanz des Grauens


2,5 Millionen Kinder lebten 2011 in Armut und waren auf die staatliche Unterstützung von Sozialhilfe und Hartz IV angewiesen.

Schon 2011 kritisierte ein UN-Bericht die soziale Lage in Deutschland. Der Bericht zeigte auf, dass die Kinderarmut in Deutschland so hoch war wie noch nie. Der UN-Ausschuss kritisierte die Allmacht des Bundesverfassungsgerichts, welches die damaligen ALG-II Regelsätze für gerechtfertigt hielt und betonte, dass die Höhe der Unterstützungszahlungen absolut nicht ausreichend ist. Außerdem stellte er die Berechnungsmethode dafür in Frage. Ziemlich heftig kritisierte der Ausschuss auch, dass die Bundesregierung früheren Empfehlungen zur Verbesserung der sozialen Lage der Kinder nicht umsetzte und forderte die Bundesregierung auf endlich erfolgversprechende Maßnahmen umzusetzen.

Quelle: Kinderarmut in Deutschland – Eine Bilanz des Grauens
Eigentlich ist Kinderarmut ein absolutes NOGO. Eigentlich dürfte es in unserem reichen Land überhaupt keine Armut geben.  Eigentlich! Aber Armut ist relativ. Liegt das Durchschnittseinkommen bei 1500 Euro im Monat, so liegt die Armutsrisikogrenze bei 900 Euro (60%) und die Armutsgrenze bei 750 Euro (50%).  Familien, welche weniger als 750 Euro pro Kopf im Monat zur Verfügung haben, gelten als Arm. Ein Mindestlohn-Empfänger mit einem Kind  im Monat zählt bereits als Arm.  Das Existensminimum wird in Deutschland durch den Hartz4-Satz definiert. Und dieser liegt nochmals weit unter der Armutsgrenze.
Wenn Kinderarmut beseitigt werden soll, so muß zu allererst das Existensminimum für Kinder freigestellt werden. Und statt das Kindergeld auf den Hartz4-Satz anzurechnen, sollte das Kindergeld mindestens auf den Hartz4-Satz angehoben werden.
Nur wie finanzieren. Laut unserem Finanzminister ist dafür einfach kein Geld da (Das wird zur Kriegs- und Kriegsfolgenfinanzierung benötigt) Der Vorschlag der HUMANwirtschaft ist die Resourcenabgabe auf den Boden, schließlich borgen wir uns die Erde von unseren Kindern. Da ist es nur folgerichtet, das wir den aus der Nutzung erzielten Gewinn (die Bodenrente) an unsere Kinder weitergeben.  Und die zu erwartende Summe liegt weit über der Armutsgrenze.
HH

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