30. September 2022

Bevor die Erde verstummt

entweder kommen die sozialen Errungenschaften
unter die Räder oder die Ressourcen werden
überbeansprucht oder beides.
Aber was kommt dann……

Bis 2020 werden zwei Drittel der Wildtiere sterben. Das Leben auf Erden wird gerade so schnell ausgerottet wie zu Zeiten der Dinosaurier — und all das, weil die Menschheit mit aller Kraft am empfindlichen Geflecht der Natur zerrt.
Wenn wir diese Tragödie nicht aufhalten, könnte die Artenvielfalt unserer Erde zusammenbrechen und den Menschen einen totenstillen, unbewohnbaren Planeten hinterlassen. Doch es gibt Hoffnung: Führende Wissenschaftler fordern, dass die Hälfte unseres Planeten unter Schutz gestellt wird, um den Einklang mit der Natur wiederherzustellen

Avaaz.org – The World in Action

 

Das zentrale Anliegen Silvio Gesells!

Gesell wollte eines. Er wollte die Menschen aus der Übermacht des Kapitals befreien und er fand den Weg dazu durch die Gleichstellung des Geldes zur Arbeit und den Früchten der Arbeit. Das ist alles!

Diese Gleichstellung sah er darin, daß er Geld durch eine direkt auf Geld wirkende Gebühr demselben Angebotzwang aussetzte in dem Arbeit und Ware naturgemäß stehen. Das ist alles!

Er wollte nicht nun die Früchte der Arbeit, die Waren, dem Geld überlegen machen durch Inflationierung des Geldes oder durch überhöhte Steuern wie Irving Fisher vorschlug, denn er wußte genau, daß dann das Geld seinen Dienst als Tauschmittel genau so wenig erfüllen kann wie bei Deflation.

Er wollte eine Gebühr in genau dem Ausmaß als notwendig war das Gleichgewicht herzustellen. Nicht mehr und nicht weniger!

Diese Gebühr ist aber eine unbedingte Notwendigkeit. Es gibt keinen Ersatz dafür durch leichte Inflation. Inflation kann die Vormacht des Geldes nicht brechen! Ist sie in einem Ausmaß von etwa 3%, was im Durchschnitt das Ausmaß des Vorteiles des Dauergeldes gegenüber den Waren ist, verlangt das Geld einen Ausgleich. Die Inflationsprämie auf dem Zins.

Ist die Inflation zu stark, versagt es überhaupt als Tauschmittel. Daß es beim Gegenteil der Inflation, der Deflation mit sinkenden Preisen, Arbeitslosigkeit und Absatzschwierigkeiten das auch tut, sollte wohl jedem klar sein.

Nun kann aber ohne diese Gebühr, die den Vorteil des Geldes ausgleichen soll, das Geld nicht stetig umlaufen und wenn es das nicht tut wird es immer wieder zu Arbeitslosigkeit, Krisen und Kriegen kommen. Sie ist also eine unabdingbare Notwendigkeit und der zentrale Punkt der Reformen Gesells.

Alles andere, wie Indexsteuerung, Bodenreform, Staatsabbau, Freihandel u.s.w. sind dagegen von untergeordneter Bedeutung. Ohne ein ebenes Feld zwischen Kapital und Arbeit durch die Umlaufgebühr sind solche Reformen alle nicht von Dauer, wenn sie überhaupt durchführt werden können.

Leider wird dieser zentrale Punkt auch von vielen Anhängern Gesells nicht richtig erkannt und wenn schon sie sich in Nebensächlichkeiten verlieren, wie soll man dann von Hochschulprofessoren erwarten, daß sie zugeben sollen, daß das was sie ihr Leben lang vertreten haben, falsch sein soll. Ihr ganzes Prestige wäre da ja zerstört. Selbst Irving Fisher und John Maynard Keynes haben Gesell nur mit Vorbehalten anerkannt und heute scheint es überhaupt keine Nationalökonomen mehr zu geben die diesen Männern auch nur das Wasser reichen könnten.

Gesell selbst hat in seinem Hauptwerk, wenn man es nur sorgfältig genug liest schon alle Einwände beantwortet und es überrascht einen immer wieder, wie weit dieser inspirierte Mann seiner Zeit voraus war. Nun sind schon über 100 Jahre vergangen seit er sein Werk begann; er selbst ist schon fast 70 Jahre tot und noch immer hat sich kein würdiger Nachfolger gefunden.

Hoffentlich findet sich einer, denn es wäre doch die größte Ironie der Geschichte, wenn die Lösung uralter Menschheitsprobleme erkannt ist und niemand setzt sie in die Praxis um und diese Zivilisation geht unter, wie viele zuvor.

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