3. Oktober 2022

Wer das “Böse bekämpfen” will, erschafft das Böse in sich und wird zum Bösen. “Was ich ablehne, werde ich selbst.” (Bert Hellinger)

Mir fiel neulich folgendes auf:

Der “Kampf gegen rechts” ist von seiner Struktur her keine “linke” Strategie, sondern ebenfalls eine „rechte“ Strategie. Denn es steckt die gleiche Arroganz und Überheblichkeit darin, wie bei den “Rechten”, die auch gegen etwas kämpfen, das sie nicht akzeptieren!

Wir müssen die Kampfesformeln von ihrer Struktur und Wirkung her verstehen, nicht vom oberflächlichen moralischen Wert.

Natürlich geht es darum, menschenverachtendes Gedankengut zu überwinden. Aber wir tun dies nicht mit Kampfparolen (denn dann sind wir vom gleichen Holz), sondern mit Verstehen, Ursachenforschung und mit der Entwicklung eines positiven, weil menschlichen Gesellschaftsmodells.

Der Rechtsradikalismus (sowie auch der Linksradikalismus und jeder andere Radikalismus/ Fanatismus) ist Ausdruck einer tiefen Sinnkrise in unserer Gesellschaft. Hier kulminiert das Menschen- und Lebensfeindliche des Monopolkapitalismus und symptomatisiert sich in radikalen Ideologien, die der Idee des Monopolkapitalismus entsprechen: Der Stärkere und „Bessere“ gewinnt auf Kosten des Ärmeren, Minderbemittelten!

Die Struktur unserer Gesellschaft stellt nur scheinbar auf Solidarität ab. Wir leben in einer Ellenbogengesellschaft! Und Ausländerfeindlichkeit hat nur scheinbar nichts mit der gnadenlosen monopolistischen Marktwirtschaft und Ausbeutung zu tun. In Wirklichkeit geht es bei allen radikalen Erscheinungsformen des Unmenschlichen um den Grundwiderspruch zwischen Arm und Reich.

Damit aber die Systemfrage nicht ursächlich gestellt wird und verschleiert bleibt, wird dieser Grundwiderspruch immer wieder ideologisch auf andere Erscheinungsformen des „Ungerechten“ verschoben und dort endlos moralisiert. Auf das Geschlechterverhältnis, auf sexuelle Ausrichtung, auf Umweltschutz, auf Ausländer, etc etc. Die Ursache für diese Spannungen bleibt aber die tiefe Ungerechtigkeit im parasitären Wirtschafts-System zwischen Reichen und Armen und deren Lebensbedingungen!

Es nützt also nichts, endlos gegen Symptome einer durch und durch unmenschlichen Wirtschaftsdiktatur zu „kämpfen“, wenn ihre Ursachen nicht erkannt sind!

Eine Lösung stellt die Freiwirtschaft dar, die solche gesellschaftlichen, weil wirtschaftlich-monetären Asymmetrien strukturell gar nicht erst entstehen lässt!

Ich frage mich sowieso, was dem Staat die sexuelle Ausrichtung von Menschen angeht. Ich empfinde die permanente Belehrung darüber, dass ich z.B. “sexuell tolerant” zu sein habe, als massiven Übergriff in meine Persönlichkeitssphäre! Dieses ewige ideologische Geseier von „Toleranz“, ohne nach den Bedingungen zu fragen, die Toleranz als Ausdruck zwischenmenschlicher Akzeptanz braucht, nützt allein dem „Oberlehrer“, dem ideologisch-moralischen “Gerechtigkeitswächer”, der meistens, sehr gut finanziell abgesichert, seine (in diesem Sinne) verlogene Moral permanent dazu benutzt, Menschen zu belehren, zu bevormunden und zu verunsichern.

Zum Schluss: Woran erkennt man Diktaturen? Hier ein Handbuch zur Orientierung! Die Geschichte lehrt uns:

Diktaturen

– hatten “edle Ziele”
– wollten vor “Bedrohungen schützen” und konstruierten diese
– wurden mit “gutem Gewissen” geführt und gaben sich als “Protektorat”
– arbeiteten mit Schuldgefühlen und Angst
– spalteten das Volk
– appellierten an die Loyalität und dem Zugehörigkeitsgefühl
– setzten ihre Ziele erpresserisch und manipulativ durch
– beanspruchten für sich und ihre Ideologie die “absolute Wahrheit”
– verfolgten und diffamierten alle Andersdenkenden
– waren “immun” gegen alle Fakten, gegen jede Art der Kritik oder des Hinterfragens
– brauchten und schufen Feindbilder, um vom eigenen Terror gegen das Volk abzulenken
– indoktrinierten durch Kopfwäsche und Medienterror
– und: hielten sich für “gut”, für das “Gute” schlechthin, das gegen das “Böse” kämpft – unterlagen also einem psychopathologischen Größenwahn, mit dem sie die Menschen teilweise infizierten, ohne, dass diese es merkten

Noch einen schönen Tag!

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