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Die Psychologie des Faschismus und der Diktatur – Wo Nach Richten
20. Mai 2022

Die Psychologie des Faschismus und der Diktatur

Jeder kennt den Unterschied zwischen „Demokratie“ und „Diktatur“. Ich möchte hier untersuchen, worin dieser Unterschied eigentlich besteht. Grundsätzlich bin ich vorsichtig bei binären Wortpaaren, denn binäre Schubladen gibt es schon genug: Rechts – Links, Verschwörungstheoretiker – Verschwörungsleugner, Putinversteher – Putinhasser, Inländer – Ausländer, Demokrat – Republikaner, Demokrat – Diktator, heterosexuell-homosexuell, auch „Mann“ – “Frau“ sind mittlerweile ideologisierte Begriffe, etc etc pp.

In der Regel bewegen wir uns endlos im Pro und Kontra, entweder – oder, und schmeißen uns die Begriffe und binären Identifizierungen gegenseitig um die Ohren.

Binäre Begriffspaare haben die Eigenart, den Raum dazwischen nicht mehr zuzulassen – wie ein Magnet, der entweder anzieht oder abstößt. Zwischen den Polen der Extreme gibt es keine Zwischentöne mehr, keine Differenzierung, kein Maß und keine Verhältnismäßigkeit. Fast jedes Thema ist reduziert auf „Dafür oder Dagegen“! Es geht immer weniger um Inhalte, immer mehr um die ideologische Form!

Ich sehe darin einen Hauptgrund von Dekadenz, Konformismus und Entmenschlichung. Egal, in welcher Gesellschaftsform wir formal-ideologisch leben – ist diese polarisierende, spaltende Dynamik des Digitalen bzw. Binären in unserem zwischenmenschlichen Diskurs und eigenen Geist nicht erkannt, dann treibt der so polarisierte bzw. fragmentierte menschliche Geist seine Blüten im gesellschaftlichen Außen und erschafft eine Welt aus lauter „Freunden“ (Dazugehörenden) und Feinden (Ausgegrenzten).

Wir Menschen sind aber von Natur aus analog und eben nicht digital. In unserer Wahrnehmung gibt es kein entweder – oder, sondern wir nehmen uns und unsere Umwelt immer mit all ihren unterschiedlichen Aspekten und Zwischentönen, mit all ihren Widersprüchen und Paradoxien wahr.

Und nur in dieser Wahrnehmung können wir uns bewegen, können wir wahrhaft individuell sein und sind es auch in unseren sozialen Beziehungen. Nur so können wir Wirklichkeit ganzheitlich wahr-nehmen!

Es stellt sich für mich also nicht so sehr die Frage, wie wir unser Miteinander und unser System benennen, welches Politikum wir aus der sozialen Struktur, in der wir leben, machen, sondern wie wir mit uns im zwischenmenschlichen Bereich umgehen und welchen Dynamiken (auch manipulativen Einflüssen) wir darin unterliegen. Denn erst daraus entsteht das, was wir dann als „Spaltung der Gesellschaft“ bezeichnen. Die ist bereits das Symptom nicht nur dieser Politik, sondern auch unserer eingeschränkten, gespalteten Wahrnehmung, aus der dann unsere mitmenschliche Dynamik und letztlich auch unser (entfremdetes) Verhältnis zum Mitmenschen entsteht.

Das Fundament bildet unsere Wahrnehmung. Ist diese bereits korrumpiert, ergibt sich daraus, wie ganzheitlich oder auch verzerrt diese organisiert ist. Sie ist meistens schon in der Kindheit korrumpiert worden und hier nisteten sich das erste mal schon bis heute unverstandene Ängste und verdrängte Gefühle ein (Zurückgewiesensein, Verlassenheit, Ohnmacht, Nicht-geliebt-werden, Schmerz, Angst). Hier beginnen wir bereits, ein Selbstbild und ein Weltbild zu entwickeln, das unseren tief-liegenden Emotionen entspricht.

Die dem Menschen angelegte Vernunft wird überlagert von diesen unverstandenen Emotionen, Ängsten und Motiven. Sie filtern unsere Wahrnehmung und beeinflussen die Fähigkeit einer differenzierten Betrachtung und Urteilsfähigkeit. Je mehr wir dann später, statt unmittelbar wahrzunehmen, weiter mit immer wiederkehrenden Bildern und Wertungen konfrontiert werden, umso mehr werden diese Emotionen an-getriggert. Die Konditionierung auf Anpassung und Obrigkeits-Fixierung festigt sich.

Je mehr wir davon konsumieren, umso mehr wird aus dem Denken ein konditionierter Glauben. Weitere Glaubenssätze nisten sich tief in uns ein und schränken unsere Wahrnehmung und unsere Urteilsfähigkeit weiter ein. Wir werden mit Feindbildern „versorgt“, die uns wieder und wieder sagen, von wem Gefahr ausgeht und wer uns davor beschützt. Wir glauben den täglich verabreichten Narrativen. Früher waren es die Eltern, die uns sagten, wer wir sind und wer und wie wir zu sein haben, die uns mit Liebesentzug drohten, wenn wir nicht brav waren. Jetzt sind es die Funktionäre und Obrigkeiten, an die wir unsere Wahrnehmung abtreten und ihnen ebenso glauben, wie damals unseren Eltern. Wir glaubten ihnen, statt unserer Wahrnehmung zu trauen.

Wir bewegen uns in einem nicht integrierten Kind-Ich und machen die Politiker zu unseren “Eltern”, an die wir all unsere Bedürfnisse nach Sicherheit und Angenommen-sein abgeben. Sie „kümmern“ sich dann um uns.

Diese Dynamik der permanenten Verantwortungsverschiebung hat zur Grundlage, dass wir uns unserer eigenen Verantwortung nicht stellen, uns einbilden, was im Fernsehen läuft ist richtiger, als das, was wir selbst wahrnehmen können. Selbst eine Meinung zu haben scheint genauso gefährlich, wie damals dem gewalttätigen Vater zu widersprechen. Gleichzeitig verstärkt diese Fixierung auf die Obrigkeit und was sie uns tagtäglich als “Wahrheit” verkauft, die Infiltration unseres Unbewussten und so die Trübung unserer Wahrnehmung. Statt wahrzunehmen, zu beobachten, die Dinge aus allen Blickwinkeln zu betrachten und uns die Zeit dafür auch zu nehmen, konsumieren wir, was uns der Fernseher jeden Tag an „Was passiert und was habe ich davon zu halten“ serviert. Das ist doch so schön einfach und bequem und bindet unsere unverstandenen Emotionen in Kanäle ein und auf Feindbilder, auf die wir sie dann projizieren können. Unsere Welt besteht dann nur noch aus „Bösen“ und „Guten“, die uns beschützen oder die uns Angst machen.

Aus dem wahrnehmenden Menschen wird unbemerkt ein von Glaubenssätzen okkupierter Mensch, der weder wahrnimmt, noch selber denkt, sondern der nur noch den verabreichten Narrativen folgt, wie ein Kind, das gefüttert wird.

Ergo: Ideologische Begriffe (Demokratie, Diktatur, etc.) sind bereits das Resultat eines auf binäre Pole konditionierten Glaubens (denn freies Denken ist das nicht mehr), das dafür sorgt, dass unsere Programmierung auf eine höhere (elterliche) Instanz erhalten bleibt (die es wie Mama und Papa für uns regelt).

Und nur deshalb kann die Diktatur durch die Hintertür kommen, unbemerkt von der Masse. Weil dieser Eltern-Konflikt in der Psyche weiter angelegt bleibt. Niemand unterstellt den Eltern gern und freimütig böse Absichten. Es erfordert einigen Mut, sich einzugestehen, dass die regierenden Ersatz-Eltern etwas anderes im Sinn haben, als das Wohl ihrer “Schützlinge”.

Wir müssten auf das Kind-Sein verzichten, um unsere Obrigkeits-Hörigkeit aufzugeben. Wir müssten eigenverantwortliche Menschen werden. Nur dann sind wir mündig statt folgsam.

Vielmehr sollten die Leitlinien unsere Wahrnehmung sein:

Woraus entsteht unser Bild von uns, dem Anderen und der Welt?

Wie vernünftig, sprich: wie differenziert und verhältnismäßig ist mein Urteil und aus welchen Quellen beziehe ich meine „Meinung“?

Welchen Feindbildern sitze ich auf und wo kommen diese her (Feindbilder sollen Ängste und Wut auf eine Projektionsfläche richten und von anderen Machtzentren und anderen entmenschlichenden Strukturen ablenken).

Wer bestimmt mein Denken und mein Glauben, welches Vertrauen habe ich zu meiner eigenen Wahrnehmung?

Vor was habe ich wirklich Angst?

Werde ich gefragt, kann ich mein Leben selbst verantworten, fühle ich mich handlungsfähig?

Darf ich über mich selbst bestimmen? Darf ich Schaden von mir abwenden? Werde ich ausgenutzt und wofür? Darf ich mich selbst verwirklichen? Nur dann lebe ich in einer menschenwürdigen Gesellschaft. Nur dann! Nur dann darf die auch Demokratie genannt werden.

Wo bin ich mittlerweile hörig, obwohl ich gegen meine Bedürfnisse agiere. Nehme ich dies überhaupt noch wahr?

Es geht also weniger um die ideologische Definition (Diktatur oder Demokratie). Solange wir die Kriterien für diese „schönen Begriffe“ nicht gesucht und gefunden haben, sitzen wir weiter in der Falle der unreflektierten kindlichen Bedürftigkeit und “krakelen” mit, was uns die „Erzieher“, „Führer“ und Protektoren vorkauen.

Es geht um Selbstbestimmung, die Eigenverantwortung und soziale Verantwortung voraussetzt. Da beginnt die Realität. Solange wir den täglichen “medialen Briefings” aufsitzen, sind wir „hörige Erfüllungsgehilfen“, die der Fremdbestimmung weiterhin Vorschub leisten, über die wir uns gleichzeitig beschweren.

Wir müssen zur Eigenverantwortung zurück. Ein eigenverantwortlicher Mensch braucht kein Feindbild, braucht keine „ Bösen“, auf die er seine uralte Wut, seine uralte Angst, seine uralte Ohnmacht projizieren kann. Diese Projektionen, die nun immer aggressiver medial angefeuert werden (Putin, Querdenker, „Rechte“, etc. etc.) dienen lediglich dazu, den Menschen in seiner psychischen Abwehr, in seiner Konditionierung gefangen zu halten. Nur so schreit jener ständig nach dem „Retter“, der ihn vor den Bedrohungen und den „Bösen“ beschützt. Nicht umsonst wird alles und jeder demagogisiert, der nicht in das politstrategische Schema der westlichen Welt passt (außer eben als in der Funktion des „Bösen“, der jetzt von den „Guten“ bekämpft wird, und der dafür all seine eigenen Aggressionen als “gut” legitimieren kann).

Der uralte Traum von der „Erlösung des Menschen“ durch einen „starken Retter“, von der „Rettung des Guten vor dem Bösen“, muss ganz offensichtlich vom und für das gegen(wider)wärtige System als Narrativ erhalten bleiben, damit dieses unmenschliche Spiel weiter funktioniert – solange es unerkannt bleibt. Demokratie und Diktatur hin oder her! Solange der Mensch im Würgegriff der Entfremdung bleibt, gilt für mich diese Matrix nicht. Und der Mensch war immer darin gefangen, mal mehr, mal weniger.

Eine menschenwürdige Gesellschaftsform wurde noch nicht gefunden, die Keimzelle des Faschismus im Inneren des Menschen noch nicht überwunden. Im Kapitalismus sowieso nicht.

In der Freiwirtschaft wäre das Geld kein Ersatz-Gott mehr, Ausbeutung und damit Entfremdung wäre überwunden! Individualität könnte sich entfalten.

Starke Menschen braucht das Land. Stark im Sinne von selbst-bestimmt, eigenverantwortlich, empathisch und von menschlicher Herzlichkeit.

Die Schwachen sind die gefährlichen. Schwach im Sinne von gierig nach immer mehr, sich selbst nicht genügend, egoistisch, Andere verantwortlich machend für das eigene Wohl.

Denn starke Menschen haben Macht über sich selbst. Schwache dagegen brauchen Macht über Andere oder geben die Macht über sich selbst an Andere ab! Hier liegt die Wurzel des Übels.

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