22. Juni 2024

Wie funktioniert das Freigeld?

Ein Beitrag von “Die Aufklärung” — übernommen aus Facebook


Erstmal was ist Freigled überhaupt:

Die Idee von Freigeld geht auf den Sozialreformer Silvio Gesell zurück. Beim Freigeld handelt es sich um ein Geld, dass ständig im Umlauf gehalten werden soll. Es hat eine Umlaufsicherung oder auch Liquiditätsgebühr oder Umlaufgebühr genannt. Hier muss in einem regelmäßigen Abstand (z.B. pro Quartal) eine geringe Gebühr (z.B. 3% vom Nennwert) gezahlt werden, um den vollen Wert (bzw. die volle Kaufkraft) des Geldes zu erhalten. Dadurch wird der Geldumlauf verstetigt und das Geld bleibt im Fluss. Da her wird Freigeld auch fließendes Geld genannt.

Es sei hier erwähnt, dass sich Freigeld nur auf liquides Geld (Bargeld und Giralgeld) bezieht. Angelegte Gelder sind davon nicht betroffen.

Was gibt es da für Varianten?

Stempel-/Markengeld:

Hier hat ein Geldschein z.B. aufgedruckte Felder, in der der Stichtag/Monat wann die Gebühr für den Schein fällig ist. Hier wurde mittels eines bezahlten Aufklebers oder eines bezahlten Stempelabdruck die Gültigkeit des Geldes erhalten. War der Schein voll, hatte er keine Gültigkeit mehr und wurde gegen einen frischen Schein eingetaucht, der seinen vollen Wert hatte.

Tabellengeld:

Auf dem Geldschein ist neben dem Nennwert eine Tabelle aufgedruckt, die zeigt ab wann der der Schein noch wieviel wert ist. Regelmäßiger Umtausch der gesamten Geldmenge: Hier wird in regelmäßigen Abständen das Geld komplette eingezogen und neue Scheine ausgegeben. Die alten Scheine ab den Stichtag wertlos oder man muss einen Abschlag zahlen. Im manchen Gebieten im Mittelalter gab es Geld mit so einer Funktion. Der Geldverruf ermöglichte den Schatzmeistern das Geld einzusammeln und gegen einen Schlagschatz (Steuer, der Zehnt) wieder in Umlauf zu bringen.

Seriengeld, Drei-Serien-Geld:

Hier werden Scheine mit z.B. unterschiedlichen Farben oder anderen Markierungen (z.B. römische Zahlen) versehen. Z.B. gäbe es 50€ Scheine in gelb, blau, rot, grün, usw. An einem bestimmten Stichtag ist dann eine der Serien nicht mehr gültig. Z.B. gelbe 50€ sind nicht mehr gültig und müssen gegen rote 50€ Scheine getaucht werden.

Lotterieauslosung einzelner Stückelungen:

Bei diesem Vorschlag sollen einzelne per Lotterie bestimme Nennwerte (z.B. alle 50€ Scheine) in einem bestimmten Abstand umgetauscht werden.

Elektronisches Geld und elektronische Banknoten:

Hierbei wird Geldkarte mit einem Magnetstreifens, Displays oder Funk-Chip (RFID) versehen. Elektronisch könnten die Gebühren dann einfach dem Geld auf der Karte erhöben werden. (Z.B. beim Aufladen der Karte; ginge auch über Bezahlvorgänge mittels Smartphone) Bei dieser Variante gibt es aber dann kein Bargeld mehr.

Geld mit Ablaufdatum:

Die Geldscheine hierbei haben ein Ausgabedatum und ein Ablaufdatum aufgedruckt. So weiß man wie auch bei anderen Waren, wann das Geld schlecht wird. Beim erreichen des Ablaufdatums (z.B. einmal pro Quartal) ist dann die Gebühr (z.B. von 2% des Nennwertes) fällig. De Scheine werden zusätzlich mit einem Strichcode versehen, damit man die Serien besser auseinander halten kann. Das Geld wird von den Geschäften als Tagesabschluss an die Banken gegeben. Letzten Endes Landet das gebührenpflichtige Geld wieder bei der Zentralbank und wird gegen neues Geld mit neuem Datum ausgegeben.

Warum der ganze Aufwand?

Freigeld hat volkwirtschaftlich und auch betriebswirtschaftlich gesehen viele Vorteilen gegenüber nicht umlaufgesichteten Geld (z.B. Euro oder Dollar). Hier können nicht alle Vorteile im Detail erwähnt werden. Kurz sei hier angedeutet, dass stabil umlaufendes Geld, stabile Priese zur Folge hat, sowie sinkende Zinsen bewirkt wodurch dann die Arbeitseinkommen (Löhne) steigen. Zusätzlich reduziert sich durch Freigeld auch die Zinslasten der Gesellschaft und damit auch die Schulden. Kredite werden auch günstiger (also billiges Geld!). Das einzige was hier sinkt sind die Zinseinnahmen aus (Kapital-)Vermögen. Die braucht man dann aber nicht mehr, da man mehr Lohn erhält und an günstige Kredite rann kommt. Damit kann man sich eine individuelle Vorsorge ganz ohne Anlagepanik, Enteignungsangst und Angst vor Altersarmut aufbauen. Traurig ist, dass bisher viele Menschen, die Freigeld kennen, es mit der Inflation verwechseln. Zudem kommt hinzu, dass Geld lieber als Sparmittel (Wertspeicher) gesehen wird, obwohl belegt ist, dass die Tauschfunktion des Geldes als wirtschaftlich wichtiger angesehen wird.

https://humane-wirtschaft.de/wie-sich-die…

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