12. Juli 2024

Das System oder der einzelne Mensch

Erklärung zur Aufklärung:

Ein Beitrag von “Die Aufklärung” — übernommen aus Facebook


Wer ist schuld an den Problemen in der Gesellschaft?

Muss sich der Mensch oder das System ändern?

Dem einzigen System für das sich der Mensch ändern muss ist das natürliche System (z.B. Natur und natürliche Gesetze.)

Alle von Menschen gemachten Systeme können auch von Menschen geändert werden und nicht der Mensch muss sich für seine eigenen Systeme ändern.

Die Gründung von Menschen gemachten Systemen liegt in seiner Eigenart des Handelns verborgen.

Der Mensch handelt nur, wenn es ihm mehr bringt etwas zu machen als nichts zu machen.

Jede Handlung muss sich rentieren.

Diese Einstellung sorgt dafür, dass der Mensch generell eigennützig handelt.

Dementsprechend prägt er seine Umgebung durch seine eigenen Systeme.

(Das ist wohl einer der wenigen Bereiche wo Hayek recht hatte.)

Ist möglicherweise ein Bild von 3 Personen und Text „System oder Mensch“

Zur Wechselwirkung:

Eine gesunde Zelle kann einen kranken Körper nicht retten, aber ein gesunder Körper kann eine kranke Zelle retten.

Da her geht die systemische Frage auch vor der individuellen Frage.

Ein gesundes System bringt gesunde Menschen hervor, ein krankes System kranke Menschen.

Ein gesunder Mensch in einem kranken System, kämpft immer gegen das System an und wird letztendlich krank und merkt es dabei nicht mal.

Umgekehrt kann einem kranken Menschen durch ein gesundes System geholfen werden.

Diese Tatsache als Ideologie abzutun ist grob fahrlässig.

Ansonsten geht man immer von der fehlerhaften Annahme aus der Mensch müsse sich ändern und das System kann so bleiben wie es ist.

Das ist leider ein zu oft widerlegter Trugschluss. (z.B. in den sozialistischen Staaten oder faschistischen Staaten)

Prägt der Mensch das System oder prägt das System mehr die Menschen?“

Auf ein Beispiel sei hier noch für Deutschland verwiesen zur System- oder Mensch- Frage:

Es ist bekannt, dass sich die Mieten in den Großstätten verdoppelt oder gar vervierfacht haben.

Das belegen Zahlen von Mieterbund und Bundesbank usw.

Viele Mieter können diese Mieten nicht zahlen und werden demzufolge obdachlos.

Wer ist nun an dieser Obdachlosigkeit schuld?

Der Mieter, weil er zu ungebildet oder undemokratisch oder unsozial ist?

Oder hätte er mal besser sich einen dritten Job gesucht, um damit so gerade um die Runden zu kommen?

Wobei Gesetzgeber und Arbeitgeber hier auch noch Steine in den Weg legen (Steuern, Gesetzte, Verbote, etc.).

Oder ist der Vermieter daran schuld, weil er so gierig oder ungebildet oder undemokratisch oder unsozial ist?

Oder hätte der Mieter einfach mal solidarisch sein sollen und übermäßige Kostenerhöhungen

(z.B. auch von Gesetzwegen oder Preiserhöhungen) selbst tragen und nicht in die Miete einfließen lassen?

Man erkennt an diesem Beispiel, viele Probleme, wie mit den Mieten, sind systemgemacht und nicht von einzelnen Mietern oder Vermietern abhängig.

Ursachen hierfür sind eine fehlerhafte Bodenpolitik, fehlerhafte und verfassungswidrige Grundsteuer (Scholz-Modell), unzureichende Bodenplanungsmöglichkeiten, da hier Rentierinteressen gelten und Einfluss nehmen und somit ein Mangel an Wohnraum geduldet wird, der die Mieten weiter in die Höhe treibt.

Diese systemischen Probleme auf irgendwelche Gruppen oder Einzelpersonen zu schieben wäre eher ideologisch wenn nicht gar populistisch.

Damit wurde hervorgehoben, dass systemische Probleme (Systeme oder ökonomische Regime) keine Ideologien sein können und eher problemanalytisch gesehen werden sollten.

Weitere Beispiele der Systemprägung:

Miete, Pacht, Corona, Diebstahl, Terroranschlag, Energiepreise, Inflation, Deflation, Werbung, Wirtschaftskrisen, Kriege oder in der Bibel: z.B. Kain und Abel usw.

Alle Taten und Beispiele verweisen somit auf systematischen äußeren Einfluss hin.

Es ist fast unmöglich Beispiele zu finden, die nicht auf äußerlichen Einfluss zurück zu führen sind, jedenfalls nicht für die erwähnten Beispiele.

Höchstens psychologische Erkrankungen stellen hier eine Ausnahme da.

Hierbei sind die Wahrnehmungen des Selbst und die Außenwelt gestört bzw. eingeschränkt.

Es lassen sich hier begrenzt Taten und Handlungen einordnen, die zumindest nicht direkt von systemischen äußeren Einflüssen stammen.

(Hier gilt aber auch das Beispiel mit dem Körper und der Zelle.)

In diesem Text wird hauptsächlich von als normal betrachteten Menschen ausgegangen.

Fazit:

Obwohl der Mensch seine eigenen Systeme schafft, prägt er sich dadurch mehr selbst, als das er selber das System prägt.

Diese eigendynamische Wechselwirkung geht auf das tiefere Verständnis des Antriebes der Handlung zurück dem Eigennutz.

Sinnvoller wäre es ein System so zu prägen, dass der Eigennutz dem Gemeinnutz dient.

Hier entsteht auch ein Paradox:

Dadurch dass ein aus Eigennutz geschaffenes System den Menschen mehr Prägt als der Mensch das System, wird die Einflussnahme auf eine Änderung des Systems vermindert.

Würde das System so gestaltet werden, dass Eigennutz dem Gemeinnutz zu gute kommt, erhält man ein System, dass immer mehr von den einzelnen Menschen geprägt werden kann.

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