8. April 2026

Wie viele Ölkrisen bis zum Ausstieg?

Weiterleitung eines Newsletters von Roland Moesl

Ölpreiskrise 2008

Juni 2008 waren fast 4 Millionen Barrel für US$ 70 Ölpreis zu wenig am Markt, ein Anstieg von US$ 70 auf US$ 147 pro Barrel war die Folge. Dann kam die Weltwirtschaftskrise. Der Bedarf sank um fast 6 Millionen Barrel, der Preis sank auf US$ 32.
Daraus konnte man die Regel ableiten: 1 Million Barrel pro Tag zu wenig am Markt, der Preis geht US$ 20 rauf, 1 Million Barrel pro Tag zu viel am Markt, der Preis geht US$ 20 runter.

  US-Fracking

Hier gibt es die wöchentliche Ölförderung der USA
Es gab damals hochdramatische Appelle der IEA: Wir müssen das Öl verlassen, bevor es uns verlässt. Dann passierte nichts. Dafür gab es zwei Gründe: Drastische Produktionssteigerung der USA durch Fracking.

  Elektrische Mobilität ersetzt Öl

Es begann mit den Elektrorollern in China. Es folgten elektrische Taxis – BYD e6, elektrische Busse – BYD K9 und die Hochgeschwindigkeitsbahn, um Flugreisen zu ersetzen. Sind dadurch etwa 4 Millionen Barrel weniger Verbrauch.
Ohne US-Fracking und Maßnahmen, Öl mit elektrischer Mobilität zu ersetzen, hätten wir 8 Millionen Barrel weniger Produktion und 4 Millionen Barrel mehr Verbrauch.

  17 bis 20 Millionen Barrel durch die Straße von Hormus

Da sind 17 Jahre Entwicklung und plötzlich fallen 17 bis 20 Millionen Barrel weg. Innerhalb von 3 Monaten können Ölproduzenten außerhalb der Straße von Hormus etwa um eine Million Barrel mehr produzieren. Die gesamte Jahresproduktion an Elektrofahrzeugen von 2026 kann 0,5 Millionen Barrel Ölproduktion ersetzen.
Für viele Jahre war die große Frage, was früher kommt: Peak-Oil Produktion oder Peak-Oil Nachfrage. Peak-Oil Produktion bedeutet dabei, die abfallende Förderleistung bestehender Ölfelder kann nicht durch die Produktion neuer Ölfelder ersetzt werden, die Gesamtproduktion sinkt. Da könnte innerhalb von 10 Jahren so viel verloren gehen, wie jetzt in der Straße von Hormus.
Die Menschheit ist jetzt sicher vor Peak-Oil: Bestehende Produktion an Produkten zum Ölersatz und deren schnelles Wachstum sind bereits ausreichend.
Wir haben ein Energiesystem für Mobilität und Transport, wo ein wesentlicher Teil durch eine Meerenge zwischen verfeindeten Staaten transportiert wird. Ich hoffe dies wird vielen eine Lehre sein.

  Von CO2 zu Kohlenstoff

Meine Theorie zur Planetensanierung zurück zu 350 ppm CO2 basiert auf der Annahme, dass man 1 kg CO2 mit einem Aufwand von 6 kWh Strom aus der Atmosphäre filtern und in Kohlenstoff und Sauerstoff zerlegen kann.
Dafür muss man CO2 aus der Atmosphäre filtern können.
Dafür muss man das CO2 spalten können.
Die technischen Möglichkeiten bewegen sich in Richtung meines angenommenen Aufwands.

  Phosphor aus Klärschlamm

Jahrelang beobachtete ich Verfahren zur Phosphor-Rückgewinnung aus Klärschlamm. Es schien da so zu sein: je mehr Energie, desto mehr Phosphor als Ausbeute.
Jetzt stieß ich auf ein Verfahren mit 1.600° C. Das sind Temperaturen, die man sonst mit der Zementerzeugung assoziiert.
Doch hier setzt man so hohe Temperaturen für das Phosphorrecycling ein.

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