27. Mai 2024

Geldschöpfung aus dem Nichts? Ex Nihilu

Ein Beitrag von “Die Aufklärung” — übernommen aus Facebook


Erklärung zur Aufklärung:

Viele Menschen sind mit dem Begriff Fiatgeld (Es sei Geld.) vertraut. Dieses Geld soll aus dem Nichts von den Banken (egal welche) geschöpft werden können. (Luftbuchung) Hier werden mehrere Punkte unterschlagen und ignoriert, die einer Luftbuchung widersprechen.

1. Die Mindestreserve

2. Die Sicherheiten

3. Die Zinsen

4. Pleite der Banken

zu 1:

Jede Geschäftsbank muss eine Mindestreserve (Pflichteinlagen) von 1% Zentralbankgeld vorweisen. Hier stellt die Zentralbank das Zentralbankgeld den Geschäftsbanken zur Verfügung. Bis zu einem 10 fachen Betrag darf die Geschäftsbank Kredite schöpfen. Es muss also schon Geld (Pflichteinlagen) vorhanden sein, um neues Geld (Kredit) zu schöpfen. Hier könnte man eine Geldschöpfung aus dem Nichts vermuten. Hier muss aber auch berücksichtigt werden, dass diese Geldschöpfung Nachfrager voraussetzt, die andere Bedingungen erfüllen müssen. Auch ist Kredit eigentlich kein wirkliches Geld, er wird nur genauso verwendet. (Es wird hier gleichgesetzt, da hier die Unterschiede irrelevant sind!) Die Zentralbanken haben für sich genommen eigentlich gar kein Interesse die Geldmenge zu erhöhen und überlassen es den Geschäftsbanken.

https://www.bundesbank.de/…/mind…/mindestreserven-602268

zu 2:

Bei jedem geschöpften Geld (vor allem Kredit) muss eine Sicherheit gestellt werden. Damit entsteht eine Schuld. Diese Schuld ist meist mit Sachwerten gedeckt. (z.B. Hauskredit ist mit dem Wert des Hauses gedeckt! Kann der Kredit nicht zurückgezahlt werden, geht das Haus in den Besitz der Bank über.) Schon bei der Schöpfung von Zentralbankgeld brauchen die Geschäftsbanken eine Sicherheit. Kann die Geschäftsbank keine Sicherheit bei der Zentralbank vorweisen, erhält sie kein neues Geld.
Dazu mehr in Punkt 4.
Auch bei Kreditgeldschöpfung der Geschäftsbanken werden Sicherheiten also reale Werte als Deckung benötigt. Wenn es keine Sicherheiten gibt wird kein Kreditgeld geschöpft. Keine Banken geht normalerweise das Risiko ein Kreditgeld ohne notwendige Sicherheiten zu schöpfen. (Auch wenn es historische Beispiele gibt, die meist in einer grauen Vorzeit zu finden sind. Diese Regeln haben sich deutlich weiterentwickelt.)

https://de.wikipedia.org/wiki/Geldsch%C3%B6pfung

zu 3:

Mit dem Leitzins gibt die Zentralbank eine Regel vor um die Geldmenge und den Geldumlauf zu beeinflussen. Die Geschäftsbanken müssen sich daran orientieren. Durch den Leitzins muss die Geschäftsbank eine weitere Hürde überwinden um an neues Geld für ihre Reserve zu kommen. Somit ist die Geschäftsbank an mehrere Hürden gebunden um mehr Geld zu schöpfen. Zusätzlich spielt auch der Marktzins und die Inflation eine Rolle, die mit dem Leitzins der Zentralbanken in einer Wechselwirkung stehen. Der Zins (gleich ob Marktzins oder Leitzins) ist der Takt nach dem die Wirtschaft tanzen muss.

https://www.bundesfinanzministerium.de/…/002_Leitzinsen…

zu 4:

Wieso können Banken pleite gehen, wenn sie doch Geld aus dem Nichts schöpfen können? Diese Frage konnte noch von keinem Fiatgeld- und Luftbuchungs- Experten erklärt werden. Diese Tatsache wird von den Fiatgeld- und Luftbuchungs- Befürwortern in der Regel nicht gesehen. Diese Gefahr des Pleitegehens einer Bank resultiert z.B. aus geplatzten Krediten oder Verspekulation. Wenn Geschäftsbanken wirklich Geld einfach so aus dem Nichts schöpfen könnten, dann würden diese nicht pleite gehen können, auch wenn es eventuell eine Inflation zur Folge haben könnte. Zentralbanken sind bis zu einem bestimmten Teil staatliche Einrichtungen und fungieren als staatliche Organe um eine Wirtschaft aufrecht zu halten. Da her können sie nicht pleite gehen.

Wie aus den vorherigen Punkten ermittelt:
Die Zentralbanken sind an einer Kontrolle der Geldmenge interessiert und decken Ihre Geldschöpfung mit Sicherheiten der Geschäftsbanken. Somit schöpft die Zentralbank auch nicht aus dem Nichts Geld, sondern deckt es mit Schuld, die meist auf irgendwelche Sicherheiten und Sachwerte aufbauen. Die Geschäftsbanken haben es sogar noch schwerer, da sie die Hürden Leitzins, Sicherheiten, Mindestreserve und sogar den Marktzins für die neue Geldschöpfung berücksichtigen müssen. Wenn eine Geschäftsbank dringend Geld benötigt, dann hat sie nur zwei Wege.

– Sie kann sich von der Zentralbank zum bestehenden Leitzins (in Wechselwirkung mit dem Marktzins) neues Geld leihen, um die eigenen Reserven aufzustocken und damit ihr Kreditvolumen zu vergrößern.
– Sie kann auch von anderen Geschäftsbanken sich Zentralbankgeld leihen, hier spielt der Marktzins (in Wechselwirkung mit dem Leitzins) eine wichtige Rolle.

Für beides benötigt die Geschäftsbank vor allem Sicherheiten. Kann die Geschäftsbank die Zinsen nicht zahlen und hat keine ausreichenden Sicherheiten ist sie pleite. Natürlich sind Geschäftsbanken systemrelevant, da sonst die Menschen, die dort ihr Geld auf den Konten liegen haben, dieses Geld verlieren könnten. Das würde das Vertrauen der Kontoinhaber in die Banken gefährden und könnte zu Panikreaktionen führen z.B. Bankrun.

Da der Staat das Vertrauen in seine Währung garantiert, werden Bankenrettungsaktionen angewandt. Der Staat kauft Anteile bei der Geschäftsbank mittels Zentralbankgeld. Ja auch der Staat kann sich Geld von der Zentralbank (über Umwege) leihen, im Gegenzug muss der Staat Schulden aufnehmen und stellt seine Steuereinnahmen als Sicherheit. Also hat man auch hier keine Geldschöpfung aus dem Nichts, da der Staat mit seinen Staatseinnahmen also Steuern dafür haftet. Auch wenn es ungerecht klingen mag, der Staat handelt im Interesse der Bevölkerung und verhindert schlimmere Folgen.

Fazit:

Wie man es dreht und wendet. Es gibt keine Geldschöpfung aus dem Nichts. Jede Geldschöpfung ist mit einem realen Wert (Schuld, Sicherheit, Sachgut) gedeckt. (Auch der Kreditdreizack nach Prof. Senf belegt das.

(Kredit = Zinsen, Tilgung , Sicherheit))

“Wenn für einen Kredit keine Zinsen gezahlt werden, greift die Tilgung, wenn beides nicht greift dann folgen die Sicherheiten. Sicherheiten führen zu Enteignungen. (Zwangsenteignung, Pfändung)”

Im Falle der Bankenrettung gilt:
“Da her das Wort Staatsbürger. (Bürgen für Staatsschulden!)”
Darum ist auch der Begriff Fiatgeld für das heutige Geld eigentlich unzutreffend, weil im Grunde jedes Geld zumindest mit einem Bruchteil (z.B.1 zu 10) mit realen Sachwerten gedeckt ist. Kritik an dem Bankensystem ist aber dennoch angebracht,

…da es ohne Regeln ständig zusammenbrechen würde, da Geschäftsbanken gewinnorientiert arbeiten und wirtschaftliche Stabilität für sie nur nebensächlich ist.
…weil es da her immer Regeln und Kontrollen braucht, die zu mehr Bürokratie führen.
…weil die Mittel einer Zentralbank zum Regeln oft nur indirekt wirken, da durch können Zentralbanken nur langsam auf Probleme reagieren.

Eine Quelle, um die Verständnis dieses Problem zu verstehen:

https://humane-wirtschaft.de/mythos-geldschoepfung-felix…

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