31. Januar 2026

Wir brauchen Frieden und Kooperation

Eine Weiterleitung der Gemeinwohllobby

Die Steinzeit ist noch nicht zu Ende

Wir sind zwar technisch so hoch entwickelt, dass wir die Welt im Nu zerstören und einander ganz perfide überwachen und ausbeuten können. Nach unserem Verhalten leben wir aber immer noch in der Steinzeit. Die vier typischen Merkmale unseres Steinzeitcharakters: 

1. Das Haben-Wollen – Für die meisten Menschen ist die auf das Haben gerichtete Existenz selbstverständlich. Darum neigen wir zum Sammeln und Horten.

2. Das Revierverhalten – Da der Mensch ein territorialer Kleingruppenjäger war, ist die Wichtigkeit des Besitzes eines eigenen Reviers weit verbreitet. Deshalb markieren die Menschen heute noch ihr Revier mit Grenzzeichen, Gartenmauern oder Schildern.

3. Das Streben nach Macht und Rang – Auch das Wichtig-sein-wollen und das Streben nach Macht und Einfluss sind wie das Revierverhalten aus der biologischen Vergangenheit zu verstehen. Die frühen Menschenhorden brauchten einen Häuptling, der für Gerechtigkeit und Ordnung in der Gruppe sorgte. Heute wollen sich viele den anderen gegenüber durchsetzen. Besonders in der Politik und den Wirtschaftsunternehmen spielen Rangordnungsfragen und Imponiergehabe immer noch eine Schlüsselrolle. 

4. Die Angst vor Veränderungen – Wir haben panische Angst davor, Bestehendes zu verlieren. Alles Unbekannte wird zunächst über den Stressmechanismus als feindlich gedeutet. Die Reaktionen sind darauf: Vorsicht, Abwehr, Flucht oder Angriff. Diese Reaktionen scheinen gegenüber technischen Neuerungen zu fehlen. Wenn es um die Änderung tradierter Verhaltensweisen geht, wird jeder Angriff als Angriff auf ein „Naturrecht“ oder auf die „Vernunft“ angesehen. Dadurch können sich Gesellschaften sehr langsam verändern und die Selbstzerstörung wird akzeptiert. 

Nur wir selbst können Frieden schaffen

Aus dem Streben nach Macht und Rang entstehen die Kriege. Die ursprüngliche Rangelei in der Gruppe um das Revier ist beim Menschen zur drohenden Militärschau geworden. Der Mensch hat das rivalisierende Machtstreben vom Einzelnen aufs Volk und schließlich auf den Staat übertragen. Die vorhandenen Probleme sind inzwischen jedoch Zeitbomben. Wir müssen sie endlich ernst nehmen und auch erkennen, dass wir gezwungen sind, miteinander zu kooperieren, wenn es Menschenleben auf diesem Planeten Erde noch länger geben sollte. 

Deshalb rufen wir erneut zum Mitmachen bei einer Friedensaktion auf unter dem Titel: 1.000.000 STIMMEN FÜR DEN FRIEDEN – 1000 Städte á 1000 Stimmen  SCHON ÜBER 150 ORTE UND MEHR ALS 700 AKTIONEN

Vor einem halben Jahr wurde die Initiative „1.000.000 Stimmen für den Frieden“ ins Leben gerufen. Inzwischen sind Menschen in mehr als 150 Städten und Gemeinden aktiv. In mehr als 700 konkrete Aktionen wurden schon Tausende von Unterschriften gesammelt.

Die Friedensinitiative ruft alle Väter, Mütter, Großeltern, Erwachsenden und Jugendliche dazu auf, aktiv zu werden. Alles Trennende sei jetzt Nebensache, so die Initiatoren, denn ohne Frieden sei alles nichts.

Die Unterzeichner fordern mit ihrer Stimme:

1. Keine Lieferung von Geld, Waffen und Rüstungsgütern in Kriegs- und Krisengebiete.

2. Ein Verzicht auf die Wiedereinführung der Wehrpflicht in Deutschland.

3. Keine Stationierung neuer und atomarer Mittelstreckenraketen in Deutschland. Alle Atomwaffen raus aus Deutschland.

4. Ein Verbot von Kriegsrhetorik und Kriegspropaganda in allen Presse- und Medienorganen, besonders aber in den „öffentlich-rechtlichen Medien“. Deutschland muss nicht „kriegstüchtig“ werden!

5. Ein klares Nein zu einer schuldenbasierten Aufrüstung und Kriegswirtschaft in unserem Land. 

6. Keine Agitations-, Präsentations- und Werbearbeit der Bundeswehr an unseren Schulen.

Information und Kontakt:

Web: https://eine-million-stimmen-fuer-den-frieden.de/

Telegram: https://t.me/eineMillionStimmenFrieden

MERCOSUR-Abkommen vorerst auf Eis gelegt

Das EU-Parlament hat am 21. Januar beschlossen, das Mercosur-Abkommen dem Europäischen Gerichtshof vorzulegen. Das Abkommen könnte für rechtswidrig erklärt werden und kann erst nach Abschluss der rechtlichen Überprüfung in Kraft treten. Die Linke, die Grünen/EFA, die Patrioten für Europa (PfE) und die ESN stimmten als Gruppe dafür. Es gab auch abweichende nationale Delegationen innerhalb anderer Fraktionen, hauptsächlich französische. Friedrich Merz hat die Kommission jedoch aufgefordert, das EU-Parlament und den EuGH zu übergehen und den Mercosur-Deal vorläufig anzuwenden. Der Sprecher der französischen Regierung warnte in diesem Zusammenhang vor einer “Vergewaltigung der Demokratie. Die Nachteile des Abkommens für Europa erläutert der fraktionslose EU-Abgeordnete Martin Sonneborn für jeden sehr verständlich in seiner Stellungnahme zur Entscheidung des EU-Parlaments:

DAVOS: Missbrauch des Völkerrechts wird offen zugegeben – Ende der bisherigen Weltordnung

Kanadas Premierminister Mark Carney hielt in Davos während des in dieser Woche veranstalteten Wirtschaftsforums eine bemerkenswerte Rede, die als eine Grabrede für die bisherige Ordnung werten lässt.  „Wir wussten, dass die Erzählung von einer regelbasierten internationalen Ordnung teilweise eine Fiktion war: Die Stärksten setzten sich über Regeln hinweg, wenn es ihnen opportun erschien. … Das Völkerrecht wird mit unterschiedlicher Strenge angewendet – je nachdem, wer Angeklagter oder Opfer ist.“ Carney gibt damit zu, dass die Ordnung und das Völkerrecht nie universal gegolten haben. Das Völkerrecht war ein Instrument für die Mächtigen. Carney: „Diese Fiktion war nützlich.“ Man muss nicht fragen, für wen sie nützlich war. Dann sagte Carney noch den Satz: „Wir haben die Fähigkeit, aufzuhören zu heucheln und die Realität beim Namen zu nennen.“

Frieden ist Alles!


Aus unserm Diskussionsforum vom 22.01.26 haben wir hier noch den Beitrag von Karl Hummitzsch, einer der Protagonisten des Alternativen WEF in Prag Ende 2025 und Mitorganisator der kommenden Friedensaktionen 2026, mit einem Resumee der Prager Veranstaltung sowie der Umsetzung daraus.


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Mit herzlichen Grüßen
Team Gemeinwohllobby und
Marianne Grimmenstein    

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