19. Februar 2026

Konjunkturschwankungen und ihre Korrektur

Ein Beitrag von “Die Aufklärung” — übernommen aus Facebook


Konjunkturschwankungen und ihre Korrektur:

Warum der Geldumlauf entscheidend ist

Einleitung

Konjunkturschwankungen – die typischen Auf- und Abschwünge der Wirtschaft – gelten oft als unvermeidlich. Rezessionen, Booms und Krisen scheinen wie Naturgesetze.

Doch sind sie wirklich unvermeidbar?

Oder sind sie Ausdruck einer strukturellen Fehlkonstruktion unseres Geld- und Wirtschaftssystems?

Warum entstehen Konjunkturschwankungen?

Das heutige Geldsystem erlaubt nicht nur den Tausch von Waren, sondern auch die Hortung von Geld. Wenn Geld gehortet wird, sinkt die Umlaufgeschwindigkeit. Weniger Umlauf bedeutet weniger Nachfrage, weniger Produktion – eine Deflationsspirale beginnt. Umgekehrt führt übermäßige Kreditvergabe und Spekulation zu Überhitzung und Blasenbildung.

Kurz gesagt:

Boom: Geld fließt schnell, Nachfrage steigt, Preise steigen.

Bust: Geld wird gehortet, Nachfrage bricht ein, Wirtschaft schrumpft.

Diese Schwankungen sind keine Naturgesetze, sondern Folgen eines Systems, das Geld als Wertaufbewahrung und Machtinstrument zulässt.

Warum Geldmenge allein nicht hilft

Viele klassische und moderne Ansätze – von Keynesianischem Deficit Spending bis zur Modern Monetary Theory (MMT) – setzen auf eine Erhöhung der Geldmenge. Das kann kurzfristig wirken, aber langfristig versickert der Effekt, weil Geld wieder gehortet wird.

Mehr Geld ohne Umlauf = keine nachhaltige Wirkung.

Die Rolle des Geldumlaufs

Der entscheidende Faktor ist nicht die Geldmenge, sondern die Umlaufgeschwindigkeit. Wenn Geld kontinuierlich im Umlauf bleibt, wird der Warenaustausch stabilisiert. Das verhindert Deflationsspiralen und reduziert die Ausschläge der Konjunkturkurve.

Silvio Gesell erkannte das bereits vor über 100 Jahren:

Freigeld mit Umlaufsicherung zwingt Geld dazu, seine Tauschfunktion zu erfüllen.

Die Wertaufbewahrungsfunktion wird reduziert, Spekulation und Hortung verlieren an Attraktivität.

Das Ergebnis? Eine stabilere Wirtschaft mit weniger Krisen.

Könnte das die Konjunktur glätten und Krisen verhindern?

Ja. Wenn die Konjunkturkurve nicht mehr wie eine Welle, sondern nahezu horizontal verläuft, wären große Krisen Geschichte. Natürlich gäbe es weiterhin Anpassungen durch Innovationen oder externe Schocks, aber die systembedingten Ausschläge würden verschwinden.

Fazit

Konjunkturschwankungen sind kein Naturgesetz, sondern Ausdruck einer Fehlstruktur: Geld wird gehortet, statt zu zirkulieren. Keynesianische und MMT-Ansätze bekämpfen Symptome, nicht die Ursache. Gesells Idee, den Umlauf zu sichern, könnte eine echte Lösung sein – radikal, aber logisch.

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