2. Oktober 2022

Deutsche müssen sich auf Töten einstellen

Die deutschen Soldaten in Nordafghanistan müssen sich nach der Übernahme der schnellen Eingreiftruppe am 1. Juli nach Ansicht des derzeitigen Kommandeurs aufs Töten einstellen. «Wenn es notwendig ist, müssen sie darauf vorbereitet sein, Leben zu nehmen».

Dies sagte der norwegische Kommandeur der Eingreiftruppe (Quick Reaction Force, QRF) in Masar-i-Scharif, Oberstleutnant Kjell Inge Bækken, am Donnerstag in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Wenn die QRF von einem der zivil-militärischen Wiederaufbauteams (PRT) angefordert werde, «müssen die Soldaten darauf vorbereitet sein, ihre Waffen abzufeuern».

Es ist schwierig auf solche Artikel mit einem anderen Artikel zu reagieren. Man möchte es nicht wahrhaben, verdrängen, vergessen.

Was mir bei dieser Überschrift sofort eingefallen ist, sind die 100 Broschüren „Die wirtschaftlichen Triebkräfte von Krieg und Rüstung“, die uns Helmut Creutz vor wenigen Tagen zur Verteilung hat zukommen lassen. Alle, die diese Broschüre haben möchten, können sich an uns wenden.

Mein zweiter Gedanke war dieser: die deutschen Soldaten müssen sich nicht nur darauf einstellen, dass sie Leben nehmen, sondern auch, dass ihr Leben genommen wird. Und die Familien müssen sich darauf einstellen, dass „lebende“ Söhne heimkommen, die Leben genommen haben, oder nicht mehr vollständige bis völlig tote Söhne.

Der Horror, der bisher nur weit weg und im Fernsehen stattfand, dringt nun auch in unsere Familien ein. Und weil das Töten nur noch mehr Tote bringt, werden die Dinge nicht besser. Und es kann nicht aufhören schlimmer und schlimmer zu werden, solange bis die ganze Welt in Brand gesetzt ist, weil die Menschheit die Fehler im Geldsystem und Bodenrecht, die all diese Grausamkeiten völlig systemlogisch erzwingen, nicht korrigiert.

Frieden zu wollen und das heraufziehende Grauen zu verurteilen, reicht nicht mehr.
Wir brauchen dringend Menschen, die sich über die Fehler im Geld- und Bodenwesen Klarheit verschaffen und bereit sind, dafür zu sorgen, dass sich diese Informationen verbreiten. Schnell verbreiten. Carpe diem!

Angelika Garbaya

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