2. Oktober 2022

Kohlekraftwerke Schuld an 3100 Todesfällen pro Jahr

 Am 3.4.2013 stellte die Umweltschutzorganisation Greenpeace in Berlin eine Studie über die Todesfolgen der Feinstaubemissionen der deutschen Braun- und Steinkohlekraftwerke vor.

(HK) In einer von einem Institut der Universität Stuttgart für Greenpeace erarbeiteten Studie wird der von sämtlichen deutschen Kohlekraftwerken ausgestoßene Feinstaub für jährlich 3100 Todesfälle verantwortlich gemacht.

In NRW verursachen danach die Kraftwerke Bergheim bei Köln 269 Todesfälle, die Kraftwerke Weisweiler in Eschweiler, Frimmersdorf und Neurath in Grevenbroich sowie Scholven in Gelsenkirchen jeweils 120 Tote im Jahr,  also 629 Todesfälle entfallen allein auf diese Kraftwerke.

Diese angenommenen Todesfälle sind allerdings nur die eine Seite der Bilanz unserer Stromproduktion. Auf der anderen Seite der Bilanz stehen die Menschen, deren Existenz durch die Stromproduktion überhaupt erst ermöglicht wurde. Es fragt sich natürlich, wieweit diese Bilanzierung überhaupt sinnvoll ist.

Aber bei Greenpeace handelt es sich ja um eine politische Argumentation. Ein Kohlestrompolitiker könnte nun schätzen: ohne die Anwendung von Elektrizität hätte Deutschland vielleicht statt 80 Mio Einwohner nur 10 Millionen, also 70 Millionen oder 87,5 % weniger. Die Geburtenrate wäre ebenfalls 87,5 % niedriger. Von den 682514 im Jahr 2008 Lebendgeborenen würden 597199 Kinder ihr Überleben der deutschen Stromproduktion verdanken. Bei 40 % Anteil der Kohlekraftwerke kommt man rechnerisch auf 238880 Lebendgeborene pro Jahr dank Kohlestrom, die den 3100 Todesfällen gegenüberstehen.

Die Humanwirtschaft argumentiert allerdings anders. Das unnatürliche, geradezu perverse kapitalistische Wirtschaftssystem verursacht allein durch seine dauernden Krisen und die meist kontraproduktiven Gegenmaßnahmen der Geschädigten einen enormen Verschleiß an Material, Energie, Zeit, sowie Raubbau an der Gesundheit der Menschen. Bei Einführung der Freiwirtschaft würde sich das grundlegend ändern. Statt durch Wachstumszwang, Konsumterror, Wegwerfprodukte würde das umlaufgesicherte Freigeld die Konjunktur auf dem nötigen Stand halten. Es würde dann auch nur so viel Strom produziert, wie die Menschen wirklich brauchen: weniger Strom – weniger Feinstaub. Und wegen niedriger Kapitalkosten könnte in solche Techniken investiert werden, daß man nur so viel Feinstaub schlucken muß, wie man verkraften kann.

Bild: Braunkohle-Kraftwerk Niederaussem westlich Köln

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