24. Mai 2024

Die Politik haut die Umwelt um!!!

Kennen Sie die Widersprüche bzw. die Merkwürdigkeiten der deutschen Umweltpolitik? Mit Sicherheit nicht! Die Humanwirtschaftspartei möchte Ihnen die Widersprüche der deutschen Umweltpolitik vorstellen.

Fangen wir mal mit den Energieträgern Steinkohle und Braunkohle an.
Von 1956 bis 2006 flossen Subventionen in Höhe von 128 Milliarden Euro in den Braun-und Steinkohlebergbau. Andere Studien belegen sogar, dass in den letzten 60 Jahren die Braun-und Steinkohleindustrie Subventionen und Vergünstigungen in Höhe von 430 Milliarden Euro genoss. Mit 46 Milliarden Euro begünstigt die Bundesregierung jährlich den Abbau von Kohle, Öl und Gas in Deutschland. Im Jahr 1957 arbeiteten im westdeutschen Bergbau 600.000 Beschäftigte. Im Jahr 2012 nur noch 29.000 Beschäftigte und im Jahr 2020 nur noch 15.000 Beschäftigte.

Damit ist wohl schon bewiesen: Subventionen retten nicht die Umwelt und auch keine Arbeitsplätze.

Die Erzeugung von Strom in Kohlekraftwerken ist die klimaschädlichste Form der Energiegewinnung. Braunkohlekraftwerke verursachen 940 Gramm CO2 pro Kilowattstunde und Steinkohlekraftwerke 735 Gramm CO2 pro Kilowattstunde. 13 Prozent der deutschen Bruttostromversorgung stammt aus Steinkohle und 23 Prozent aus Braunkohle. Öl und Gasheizungen sind nach wie vor die gängigen Heizsysteme. Die CO2 Bilanz von Heizöl ist dabei noch schlechter als die von Erdgas. Ein Heizölkessel verursacht 318 Gramm CO2 pro Kilowattstunde Ein Erdgaskessel verursacht 247 Gramm CO2 pro Kilowattstunde. Nachtspeicherheizungen erzeugen im Schnitt 489 Gramm CO2 pro Kilowattstunde. Ist fossiles Erdgas klimafreundlich? Erdgas mit offenen Gasturbinen mit 30% Wirkungsgrad erzeugen 819 Gramm CO2 pro Kilowattstunde. Erdgas aus Gas und Dampfkraftwerken mit einem Wirkungsgrad von 55% erzeugen 447 Gramm CO2 pro Kilowattstunde. 515 Gramm CO2 pro Kilowattstunde aus dem Mix zwischen GUD und Gasturbinen. Stromerzeugung aus Biogas erzeugt 230 Gramm CO2 pro Kilowattstunde.

Kernenergie erzeugt zwar nur 12 Gramm CO2 pro Kilowattstunde, allerdings wird prognostiziert, dass bis 2080 mit mehr als 10.500 Tonnen an hoch radioaktiven Abfall zu rechnen ist. Windkraft erzeugt 11 bis 12 Gramm CO2 pro Kilowattstunde.

Eigentlich wäre also Windkraft eine saubere alternative Energiequelle!!! Aber nicht in Deutschland. Durch den Strommix in Deutschland wird dieser gute Wert wieder durch die Zugabe von Kohlekraft zunichte gemacht. Der Mix aus Windkraft und Kohlekraft erzeugt einen CO2 Wert von 82 bis 87 Gramm pro Kilowattstunde.

Ist Solarenergie klimafreundlich? In Deutschland liegen die CO2 Werte für Solaranlagen bei 82 Gramm pro Kilowattstunde für Solarparks und 70 Gramm CO2 für Dachsolaranlagen. Nur der deutsche Energiemix durch die Zugabe von Kohlekraft zur Solarenergie verschlechtert diese Werte auf 143 Gramm CO2 pro Kilowattstunde.

Ist Biomasse klimafreundlich? Biomasse erzeugt 230 Gramm CO2 pro Kilowattstunde.

Ist Wasserkraft klimafreundlich? Wasserkraft erzeugt 24 Gramm CO2 pro Kilowattstunde.

Fertigen wir nun einmal für die einzelnen Energieträger eine Tabelle nach den CO2 Werten an.

  • Windkraft 11 bis 12 Gramm CO2;
  • Kernenergie 12 Gramm CO2;
  • Wasserkraft 24 Gramm CO2;
  • Solarkraft 70 bis 82 Gramm CO2;
  • Biogas und Biomasse 230 Gramm CO2;
  • Erdgaskessel 247 Gramm CO2;
  • Heizölkessel 318 Gramm CO2;
  • Erdgas aus GUD Anlagen 447 Gramm CO2;
  • Nachtspeicherheizungen 489 Gramm CO2;
  • Steinkohlekraftwerke 735 Gramm CO2;
  • Erdgas aus Gasturbinen 819 Gramm CO2;
  • Braunkohlekraftwerke 940 Gramm CO2.

Nutzung der Wasserkraft in einzelnen Ländern

Paraguay 99%; Bhutan 99%; Demokratische Republik Kongo 98%; Albanien 95%; Tadschikistan 94%; Norwegen 93%; Sambia 93%; Malawi 93%; Nepal 92%; Äthiopien 86%; Mosambik 83%; Kirgisistan 76%; Burundi 73%; Laos 72%; Island 71%; Kolumbien 69%; Montenegro 69%; Uganda 68%; Guinea 67%; Schweiz 67%; Georgien 65%; Costa Rica 64%; Brasilien 64%; Angola 64%; Namibia 64%; Kambodscha 63%; Myanmar 61%; Neuseeland 58%; Kanada 56%; Ecuador 54%; Lettland 53%; Afghanistan 52%; Panama 51%; Bosnien-Herzegowina 51%; Ruanda 51%; Sierra Leone 51%; Sudan 51%; Zentralafrikanische Republik 50%; Venezuela 49%; Gabun 49%; Kamerun 47%; Vietnam 43%; Liberia 43%; Österreich 43%; Ghana 42%; Sri Lanka 42%; Schweden 42%; Elfenbeinküste 40%; Tansania 40%; Kroatien 40%; Suriname 38%; Fidschi-Inseln 38%; Nordmazedonien 37%; Simbabwe 37%; Peru 35%; Serbien 35%; Kongo 35%; Kenia 34%; Türkei 33%; Armenien 32%; Guatemala 31%; Mali 31%; Papua-Neuguinea 30%; Togo 29%; Uruguay 29%; Belize 27%; Pakistan27%; Chile 26%; Portugal 25%; Honduras 25%; Madagaskar 24%; Slowakei 24%; Argentinien 24%; El Salvador 23%; Bulgarien 23%; Russland 21%; Finnland 20%; Nigeria 19%; China 18%; Malaysia 18%; Syrien 17%; Philippinen 17%; Mexiko 17%; Mauretanien 16%; Marokko 16%; Iran 15%; Usbekistan 14%; Kasachstan 14%; Spanien 14%; Italien 14%; Griechenland 14%; Indien 12%; Moldawien 12%; Australien 11%; Libanon 11%; Indonesien 9%; Nicaragua 9%; Burkina Faso 9%; Ukraine 8%; Japan 8%; Thailand 8%; Mauritius 7%; USA 7%; Senegal 7%; Ägypten 6%; Tschechien 5%; Litauen 4%; Komoren 4%; Taiwan 4%; Kosovo 3%; Irland 2%; Großbritanien 2%; Polen 2%; Südkorea 2%; Mongolei 2%; Bangladesh 2%; Deutschland 2%;

Die Geschichte der Wasserkraft geht weit zurück. Historiker vermuten, dass sie in China bereits vor 5.000 Jahren genutzt wurde. Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Europa etwa 500.000 bis 600.000 Wassermühlen.

Anteil der erneuerbaren Energien in einzelnen Ländern

Albanien 100%; Nepal 100%; Lesotho 100%; Bhutan 100%; Paraguay 100%; Island 99%; Demokratische Republik Kongo 99%; Äthiopien 99%; Costa Rica 99%; Zentralafrikanische Republik 99%; Norwegen 98%; Namibia 98%; Belize 96%; Uruguay 94%; Uganda 94%; Tadschikistan 92%; Kirgisistan 92%; Kenia 89%; Malawi 88%; Afghanistan 85%; Brasilien 84%; Mosambik 83%; Panama 82%; Neuseeland 81%; Grönland 80%; Österreich 79%; Ecuador 78%; Dänemark 78%; Georgien 76%; Honduras 74%; Luxemburg 71%; Sierra Leone 69%; Kolumbien 68%; Kanada 68%; El Salvador 67%; Schweden 67%; Burundi 67%; Schweiz 65%; Peru 64%; Kroatien 64%; Suriname 63%; Nicaragua 63%; Montenegro 62%; Kamerun 61%; Lettland 61%; Fidschi-Inseln 60%; Sudan 59%; Guatemala 59%; Portugal 58%; Venezuela 58%; Simbabwe 57%, Litauen 57%; Laos 57%; Kambodscha 54%; Französisch-Guayana 52%; Mauretanien 52%; Ruanda 51%; Ghana 50%; Finnland 49%; Chile 48%; Sri Lanka 46%; Deutschland 44%.

Angeblich soll die deutsche Umweltpolitik so vorbildlich sein. Warum steht Deutschland dann in dieser internationalen Statistik erst an 62. ter Stelle???

Strompreise für private Haushalte nach Preisstand vom September 2021

Bhutan 1 Cent; Kirgisistan 1 Cent; Suriname 1 Cent; Sudan 1 Cent; Ghana 4 Cent; Simbabwe 4 Cent; Afghanistan 4 Cent; Paraguay 5 Cent; Laos 5 Cent; Sri Lanka 5 Cent; Nepal 6 Cent; Georgien 6 Cent; Demokratische Republik Kongo 8 Cent; Kamerun 8 Cent; Ecuador 9 Cent; Albanien 10 Cent; Lesotho 10 Cent; Costa Rica 11 Cent; Kanada 11 Cent; Namibia 13 Cent; Malawi 13 Cent; Sierra Leone 13 Cent; Island 14 Cent; Mosambik 14 Cent; Norwegen 15 Cent; Brasilien 15 Cent; Panama 15 Cent; Kolumbien 15 Cent; Kroatien 15 Cent; Kambodscha 15 Cent; Nicaragua 17 Cent; Lettland 17 Cent; Chile 18 Cent; Finnland 18 Cent; Schweden 18 Cent; Honduras 18 Cent; Uganda 18 Cent; El Salvador 19 Cent; Peru 20 Cent; Litauen 20 Cent; Kenia 21 Cent; Neuseeland 21 Cent; Belize 22 Cent; Uruguay 22 Cent; Schweiz 22 Cent; Luxemburg 23 Cent; Österreich 24 Cent; Ruanda 25 Cent; Portugal 25 Cent; Guatemala 26 Cent; Venezuela 27 Cent; Deutschland 34 Cent; Dänemark 36 Cent;

Das Totschlagargument, dass Strom aus erneuerbaren Energiequellen grundsätzlich teurer ist wie aus fossilen Energiequellen ist anhand der letzten Tabelle bestens wiederlegt. In Island kostet die Kilowattstunde Strom nur 14 Cent bei einem Anteil von 99% Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen und einem kaufkraftbereinigten Pro-Kopfeinkommen von 56.066 US-Dollar. In Norwegen kostet die Kilowattstunde Strom nur 15 Cent bei einem Anteil von 98% Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen und einem kaufkraftbereinigten Pro-Kopfeinkommen von 65.841 US-Dollar. In Kanada kostet die Kilowattstunde Strom nur 11 Cent bei einem Anteil von 68% Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen und einem kaufkraftbereinigten Pro-Kopfeinkommen von 48.720 US-Dollar. Und in Deutschland kostet die Kilowattstunde Strom „stolze“ 34 Cent bei einem Anteil von „nur“ 44% Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen und einem kaufkraftbereinigten Pro-Kopfeinkommen von 54.076 US-Dollar.

Entwicklung des Anteils an erneuerbaren Energien in einzelnen Ländern

  • Japan von 14% Anteil im Jahr 1985 auf 26% Anteil im Jahr 2020
  • Kanada von 66% Anteil im Jahr 1985 auf 68% Anteil im Jahr 2020
  • Mexiko Abnahme von 31% Anteil im Jahr 1985 auf 21% Anteil im Jahr 2020
  • Niederlande von 0,7% Anteil im Jahr 1985 auf 25% Anteil im Jahr 2020
  • Pakistan Abnahme von 45% Anteil im Jahr 1985 auf 37% Anteil im Jahr 2020
  • Philippinen Abnahme von 50% Anteil im Jahr 1985 auf 21%Anteil im Jahr 2020
  • Polen von 1% Anteil im Jahr 1985 auf 16% Anteil im Jahr 2020
  • Russland von 16% Anteil im Jahr 1985 auf 21% Anteil im Jahr 2020
  • Spanien von 25% Anteil im Jahr 1985 auf 43% Anteil im Jahr 2020
  • Taiwan Abnahme von 10% Anteil im Jahr 1985 auf 5% Anteil im Jahr 2020
  • Türkei von 35% Anteil im Jahr 1985 auf 43% Anteil im Jahr 2020
  • Vereinigtes Königreich von 1% Anteil im Jahr 1985 auf 42% Anteil im Jahr 2020
  • Vereinigte Staaten von 12% Anteil im Jahr 1985 auf 20% Anteil im Jahr 2020

Aus diesen Ergebnissen schlägt die Humanwirtschaftspartei folgende Lösungen vor.

Der deutsche Strommarkt wird in Zukunft nicht mehr subventioniert. Die Subventionen für Solarenergie, Windkraft und für Stein-und Braunkohle werden sofort eingestellt. Die Stromerzeugung aus Wasserkraft ist deutlich zu erhöhen. Es wird eine Trennung zwischen Stromnetzbetreiber und Stromanbieter vorgenommen. Das Stromnetz in Deutschland geht in das Eigentum der öffentlichen Hand über. Also Gemeinden,Landkreise, Bundesländer und Bund.

Die Macht über die Strompolitik und Energiepolitik wird in Hände der Verbraucher (Kunden) gelegt. Jeder Kunde bestimmt selbst aus welcher Energiequelle er seinen Strom und Wärme beziehen will. Im Strompreis für jede Energiequelle fließen in Zukunft sowohl die ökologischen wie auch die volkswirtschaftlichen Folgeschäden mit ein.

Anhand der Aufsplittung des Strompreises auf die einzelnen Energiequellen wird es in Zukunft zu einer erhöhten Nachfrage nach Strom aus billigen und sauberen Energiequellen kommen. Und dies ohne Förderung und Subventionen.

Sag es weiter, teile es!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert