20. Mai 2024

Flüchtlingskrise, Sozialkrise, Menschheitskrise

Seit 2015 hält uns jetzt schon die Flüchtlingskrise in und außer Atem. Jede Partei versucht sich auf dem Rücken von Flüchtlingsschicksalen zu profilieren. Sowohl negativ wie auch positiv. Im negativen Sinne wird der Flüchtling als Sündenbock für das eigene politische Versagen missbraucht. Ohne Flüchtlinge würde es uns angeblich besser gehen. Ohne Flüchtlinge hätten wir angeblich keine Wohnungsnot, keine Altersarmut, kein Rentenproblem und so weiter. Der Flüchtling als universeller Sündenbock für alles und Jeden.

Wir kritisieren den Flüchtling. Die Flüchtlinge wären an ihrem Schicksal selbst schuld. Gleichzeitig hofieren, jubilieren und gratulieren wir den Ursachen und Verursachern der Flüchtlingskrise. Dann gibt es in Deutschland jene „barmherzigen“ Parteien, die meinen die deutsche Grenze mit der Bundeswehr und Bundesgrenzschutz inklusive Waffengewalt und Schießbefehl gegen Flüchtlinge verteidigen zu müssen. Man will also mit Waffengewalt und Schießbefehl gegen unbewaffnete Zivilisten vorgehen. Würde hier nicht längst der eigene Verstand der eigenen Dummheit gratulieren?

Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges nahm Westdeutschland bis zu 14 Millionen Flüchtlinge auf. Noch dazu unter weit schlechteren wirtschaftspolitischen und sozialpolitischen Umständen wie heutzutage. Heute verfallen manche Parteien schon bei 2 Millionen Flüchtlingen in eine persönliche Krise.

Im Jahr 1951 gab es weltweit 2 Millionen Flüchtlinge, 1960 ca. 1,6 Millionen; 1970 ca. 2,4 Millionen; 1980 ca. 8,4 Millionen; 1990 ca. 17 Millionen; 2000 ca. 19 Millionen; 2010 ca. 26 Millionen; 2016 ca. 56 Millionen und im Jahr 2019 gab es weltweit ca. 70 Millionen Flüchtlinge. Doch niemand stellt sich die Frage woran es liegen könnte, dass die Flüchtlingszahlen seit den letzten 10 Jahren so extrem angestiegen sind?

Zumindest eine Antwort könnte die Humanwirtschaftspartei hier geben.

Innerhalb der letzten 10 Jahre, also nach der Finanz und Bankenkrise von 2009 und 2010 gab es weltweit bis heute kaum noch ein Wirtschaftswachstum. Das weltweite Privatvermögen betrug 2019 ca. 360 Billionen US-Dollar. Das war ein Anstieg von 70 Prozent innerhalb von 10 Jahren von 2009 bis 2019. Könnte es zwischen dem extremen Anstieg des Privatvermögens und dem gleichzeitigen extremen Anstieg der Flüchtlingszahlen innerhalb der letzten 10 Jahre einen Zusammenhang geben?

Das nächste Extrem besteht darin, dass die weltweiten Schulden aller Staaten, Privathaushalte und Unternehmen im Jahr 2020 ca. 280 Billionen US-Dollar betrugen. 360 Billionen US-Dollar Privatvermögen und 280 Billionen US-Dollar weltweite Schulden. Zusammen eine Summe von 640 Billionen US-Dollar. Eine Summe die irgendwie und irgendwo existiert, aber dem Wirtschaftskreislauf dennoch nicht zur Verfügung steht. Wie würde die Welt wohl ausschauen, wenn man 640 Billionen US-Dollar zum investieren hätte? Eine frage die sich niemand stellt?

Viel lieber schikanieren wir die Flüchtlinge, aber das liebe Geld, die Banken und Finanzwirtschaft verhätscheln und vertätscheln wir. Der Mensch, der Flüchtling ist nur noch Mittel zum Zweck. Und das „heilige“ Geld heiligt bekanntlich die Mittel. Es ist ja auch wesentlich bequemer die Flüchtlinge zu kritisieren anstatt die Banken und Finanzwirtschaft zu kritisieren. In Bezug auf die Rüstungslobbyisten legen wir das gleiche absurde Verhalten an den Tag.

Doch die Kehrseite dieser Liebkosungen gegenüber der Banken und Finanzwirtschaft kann man jeden Tag ins Auge blicken. Weltweit sind ca. 100 Millionen Menschen obdachlos. In Deutschland ca. 1,2 Millionen Menschen. Fast jedes fünfte Kind (2,7 Millionen Kinder) in Deutschland ist von Armut bedroht. In Deutschland sind 20 Prozent der unter 18 Jährigen von Armut bedroht. Über 15 Prozent aller Kinder und Jugendlichen sind von Einkommensarmut betroffen. In Deutschland arbeiten über 1 Millionen Menschen mit über 65 Jahren, nur um der Altersarmut zu entkommen.

Insgesamt lebten 2013 weltweit 770 Millionen Menschen auf der Welt von einem Tageseinkommen von unter 1,90 US-Dollar pro Tag. Von weniger als 3,20 US-Dollar pro Tag lebten 2013 ca. 2 Milliarden Menschen. Und ca. 3,5 Milliarden Menschen lebten 2013 von unter 5,50 US-Dollar pro Tag.

Wir sitzen auf einem weltweiten sozialpolitischen Pulverfass an dem bereits die Lunte brennt, wollen es nicht wahrhaben. Von 109 Staaten der Welt gibt es bei 13 Staaten einen Mindeststundenlohn von über 5 Euro, bei weiteren 13 Staaten einen Mindeststundenlohn von 2,50 Euro bis 5,00 Euro. Bei weiteren 18 Staaten einen Mindeststundenlohn von 1,00 Euro bis 2,00 Euro. Bei weiteren 23 Staaten einen Mindeststundenlohn von 0,50 Euro bis 1,00 Euro. Die Mehrzahl der übrigen 42 Staaten hat einen Mindeststundenlohn von unter 50 Cent.

Die Humanwirtschaftspartei fragt ob es zwischen diesen weltweiten Elend und der Flüchtlingskrise ebenfalls Zusammenhänge geben könnte?

Noch dazu gab es die Welt im Jahr 2019 über 2,1 Billionen US-Dollar für die weltweite Rüstung aus.

Schauen wir uns nochmal die oben genannte Summe von 640 Billionen US-Dollar genauer an. Wie viel US-Dollar würde jeder der 6,3 Milliarden Menschen die von unter 5,50 Euro pro Tag leben müssen von dieser Summe abbekommen? 640 Billionen Euro geteilt durch 6,3 Milliarden Menschen ergibt eine Summe von 101.587 US-Dollar im Jahr. 101.587 US-Dollar im Jahr geteilt durch 12 Monate ergibt 8.465 US-Dollar pro Monat. 8.465 US-Dollar pro Monat geteilt durch 30 Tage ergibt einen Tagessatz von 282 US-Dollar.
Was für einen Tagessatz würde wohl herauskommen, wenn wir die Bilanzsumme aller Banken auf dieser Welt als Rechenbeispiel nehmen würden?
Welche Lösungen könnte es aus dieser Krise geben?

Die Humanwirtschaftspartei befindet, dass man sozialpolitische Krisen auch nur sozialpolitisch lösen kann. Das weltweite Bruttosozialprodukt betrug 2019 ca. 65 bis 75 Billionen US-Dollar. Das weltweite Privatvermögen betrug 2019 ca. 360 Billionen US-Dollar. Die weltweiten Schulden betrugen 2019 ca. 280 Billionen US-Dollar. Das weltweite Geldkapital sowohl positiv wie negativ ist 10 mal größer wie das weltweite Bruttosozialprodukt. Die Welt besitzt mehr Geldwerte wie Sachwerte.

Die Humanwirtschaftspartei schlägt eine Reform des Geldsystems vor.

Geld gehört in den Umlauf und nicht auf Konten gehortet. Die Humanwirtschaftspartei plädiert für die weltweite Einführung eines konstrucktiv umlaufgesicherten Geldsystems. Jeder Geldschein verliert zum Beispiel pro Monat 1 Prozent seines Wertes.

Die Humanwirtschaftspartei fragt nochmals an, wie die Welt aussehen könnte, wenn 640 Billionen US-Dollar welche auf Konten in Form von Guthaben oder Schulden lagern, dem Wirtschaftskreislauf zur Verfügung stünden?

Die Multikonzerne wollen uns die globale Weltwirtschaft schmackhaft machen. Doch wie schmeckt eine globale Weltwirtschaft mit ausgebeuteten Arbeitskräften in Form von schlechter Bezahlung? Die Humanwirtschaftspartei will eine freie Weltwirtschaft, aber mit gleichen Bedingungen für Jeden. Kennen Sie eine Sportart bei der am Start schon völlig unterschiedliche Bedingungen gelten? Nehmen wir mal an, ein Unternehmen läßt seine Waren billig in Fernost produzieren. Natürlich ist in Fernost die Arbeitsstunde billiger wie in Deutschland. Und dieses Unternehmen will jetzt seine Waren in Deutschland verkaufen.

Der Transportweg zwischen Verkäufer/Produktionsstandort und Käufer sollte in Zukunft besteuert werden. Die Zollbehörden mit ihren Zöllen werden umfunktioniert zu Transportbehörden mit einer Transportsteuer. Die Transportsteuer hat der Käufer an die zuständige Transportbehörde seiner Heimatgemeinde oder Stadt zu zahlen. Jedes Unternehmen auf der Welt hat für seine Belegschaft ein Treuhänderkonto bei seiner zuständigen Transportbehörde zu unterhalten.

Die Transportbehörde des Käufers überweist nun die Transportsteuer an die Transportbehörde des Verkäufers. Die Transportbehörde des Verkäufers überweist nun die Transportsteuer auf das Treuhänderkonto der Belegschaft des Verkäufers. Mit diesem Geld soll dann der Belegschaft ihre Arbeitsstunden bezahlt werden. Viele Unternehmen verlagern ihren Firmensitz in sogenannte Steueroasen. Um dies in Zukunft zu verhindern schlägt die Humanwirtschaftspartei eine weltweite einheitliche Besteuerung der Unternehmen vor mit einem Satz von 12 Prozent auf den Umsatz. Ebenfalls schlägt die Humanwirtschaftspartei eine weltweit einheitliche Besteuerung der Banken vor. Jede Bank wird mit 12 Prozent Steueranteil auf ihre jährliche Bilanzsumme besteuert.

Der Flüchtling ist nicht die Ursache bzw. das Problem, sondern das Ergebnis des weltweiten Rüstungswahnsinns.

Mit leeren Mägen und menschlichen Elend kann man keine friedliche Welt aufbauen.

Wir leben auf Kosten der dritten Welt und wundern uns, wenn das Elend anklopft.

Sie haben Geld für Kriege. Aber Sie können die Armen nicht ernähren.

Wir wissen, dass eine friedliche Welt nicht lange existieren kann, wenn ein Drittel reich ist und zwei Drittel hungern.

Der Krieg gegen den Hunger ist wirklich der Befreiungskrieg der Menschheit.

Die Weltwirtschaft könnte problemlos 12 Milliarden Menschen ernähren. Das heißt, ein Kind, das heute an Hunger stirbt, wird ermordet.

Hunger, Seuchen, Durst und andere armutsbedingte Konflikte zerstören jedes Jahr fast genauso viele Männer, Frauen und Kinder wie der Zweite Weltkrieg in sechs Jahren. Für die Menschen der Dritten Welt ist der Dritte Weltkrieg unzweifelhaft in vollem Gang.

Die reichen Nationen werden nicht reich bleiben, wenn die Armenhäuser der Menschheit wachsen. Wo Hunger herrscht, kann Friede nicht Bestand haben.Wo Hunger herrscht, kann Friede nicht Bestand haben.

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