IPCC streicht Katastrophenszenarien

Weiterleitung eines Newsletters von Roland Moesl
Es gibt keinerlei Diskussion über die Energiewende, nur sinnloses Parolen brüllen ohne jeglichen Sachverstand. Wozu jahrzehntelanger technischer Fortschritt, wenn alles in eine solche Primitivität verfällt?
1985 hat für ausgedehnte Simulationen schlicht die Rechenleistung gefehlt. Die Ikone der Supercomputer von damals war der Cray-2. 2 t Gewicht, 256 MB bis 2 GB RAM, mehrerer GB an Harddisks. 150 kW Stromverbrauch. Da eine Cray-2 deutlich langsamer als mein Notebook ist, ich könnte mir mit einem Cray-2 nicht einmal die Stromrechnung für meine Simulationen leisten.
Meine eigene Ausrüstung war damals ein ATARI-ST mit 512 kB RAM. Das sind 0,0005 GB. Eine 20 MB Harddisk kam erst ein Jahr später dazu, 0,02 GB. Ein Motorola 68000 werkte darin mit 8 MHz Takt.
Eine Datei mit stündlichem Solar, Wind, Temperatur Daten von 2005 bis 2023 hat 7,6 MB. Für eine Simulation verwende ich 5 dieser Dateien, verschiedene Ausrichtungen der Photovoltaik. Der Folder über die Simulationen hat derzeit 3,7 GB.
Die Datenbeschaffung, da gibt es das Geographische Photovoltaik Informationssystem. Daten, von denen Wissenschaftler 1985 vielleicht in ihren kühnsten Träumen geträumt haben.
Es ist so traurig, dass dies bei all den Parolenbrüllern völlig vorübergeht. Es ist Dezivilisation, betrieben von Menschen, denen alles viel zu kompliziert ist und die nur mit sehr simplen Parolen etwas anzufangen wissen.

  Meine 2024 Simulation

Woher bekomme ich Investoren? Da gibt es diese satten Länder, die Ölimporte können wir uns ja locker leisten. Doch da gibt es auch jene Länder, wo jegliche Entwicklung stagniert, weil Ölimporte ein katastrophales Handelsbilanzdefizit verursachen.
Dies beobachte ich seit der Ölpreiskrise 2008. Die Mentalität in diesen satten Ländern: wir leisten uns den Luxus Klimaschutz, der ist halt sehr teuer.
Bei den armen Ländern: Wir müssen Öl durch etwas Billigeres ersetzen, der Ölimport beraubt uns jeglicher zukünftigen Entwicklung.
Also nichts mit Klimaschutz als höheres Ideal, für das man schon viel opfern muss, sondern der Existenzkampf mit den Ölimporten.
Irgendwo entlang einer Piste steht eine kleine Siedlung, 16 Häuser, 2 MW PV, doch wie sieht der Rest der Ausrüstung aus, um das ganze Jahr regelmäßig PKW und LKW zu laden? Die Vorgabe war Schnellladen um 20 Cent/kWh. Kann eine solche Siedlung mit 20 Cent/kWh und einigen anderen Tätigkeiten lebensfähig sein?
Das war ein komplett anderer Denkansatz. Der hiesige Denkansatz: Du musst für all dieses sauteuere Zeug bezahlen, weil sonst bist Du ein Klimawandelleugner. Preise wie für die Devotionalien eines geldbesessenen Gurus, der seine Anhänger bis zum letzten ausplündert. Die Zwangskonvertierung: Du musst eine wahnsinnig überteuerte Wärmepumpe kaufen, sonst wirst Du bestraft, das deutsche Heizungsgesetz. Siehe 45.000 € für eine simple Luftwärmepumpe mit Einbau.
Warum 20 Cent/kWh? Weil ein typischer Dieselpreis in Afrika 2024 1,20 € pro Liter war und man mit 3 kWh Strom im Schnitt 1 Liter Diesel ersetzt und die Energiekosten für Mobilität sollten halbiert werden. Diese Rechnung funktioniert bei mir sehr genau: aus 4,35 Liter Diesel/100 km im Dacia Lodgy wurden 14,2 kWh Strom/100 km im Tesla Y. Passt auch bei Diesel LKW vs. Tesla Semi.
Wie kann man mit den für 2030 erwarteten Preisen so eine Off-Grid Schnellladesiedlung billigst bauen? Viele Billionen Rechenoperationen, für die es 1985 weder Daten noch Rechenleistung gab, auf einem 500 € Notebook.
Da wurde mit verschiedenen Mengen an Natriumakkus, Eisen-Luftakkus, Power to Methanol und Generatoren gerechnet, um ein Kostenoptimum zu finden. Simulieren, statt Geld vergeuden! Es gab aus diesen Simulationen eine Menge Erkenntnisse. All diese Erkenntnisse sind in dem Paper für die CORP.at Konferenz im März 2026 kurz zusammengefasst.
Warum Power-to-Methanol? Es gibt nichts Absurderes als irgendwo entlang einer Piste einen 100 MWh Druckspeicher für Wasserstoff, der 2 Größenordnungen teurer als ein simple Tank für Methanol ist.
Erst gestern wieder eine Diskussion mit einem „Experten“, dass sich die Entwicklungsländer die Energiewende nicht leisten können, weil ein 1 GW Backup-Kraftwerk über eine Milliarde kostet. Auf Alibaba findet man sofort 200 kW Methanol-Generatoren für 40.000 €. Nahe dem Äquator ist auch der Neubau eines Hochspannungsnetzes unwirtschaftlich. Damit ist dem 1 GW Kraftwerk jegliche Existenzgrundlage entzogen.

  IPCC streicht Katastrophenszenarien

Was war das gestrichene Szenario überhaupt? Was wäre, wenn die Hälfte der Erdbevölkerung den pro Kopf Verbrauch an fossiler Energie wie die USA vor 20 Jahren hätte und die andere Hälfte der Erdbevölkerung den pro Kopf Verbrauch an fossiler Energie wie die EU hätte?
So hat man sich im Fantasie-Horrorroman „Die Grenzen des Wachstums“ eine Zukunft ohne erneuerbare Energie vorgestellt. Praktisch ein Szenario, was wäre, wenn erneuerbare Energie 10-mal so teuer wäre.
Wer sich weigert, Kostenoptimierungen durchzuführen, ist ein Feind des Klimaschutzes. Wer überteuerte Technik fordert, ist ein Feind des Klimaschutzes.

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